Bei schönstem Frühjahrswetter sind wir 14 NVW’ler zuerst mit der Bahn nach Solothurn und dann weiter mit dem Aareschiff unterwegs nach Altreu.
Fast mystisch der erste Teil der Schifffahrt mit leichtem Nebel entdecken wir bereits erste Highlights wie einen Kuckuck, hören Schilfrohrsänger und entdecken zahlreiche Nester von Schwänen, Haubentauchern und Blässhühnern im schmalen Schilfgürtel. Wunderbare Flötenklänge der zahlreichen Nachtigallen begleiten uns und der Nebel macht Sonnenschein Platz.
Klappernd empfangen uns die Störche an der Schifflände. Martin Huber vom Witi Team führt uns in die Geschichte um die Umgebung der Grenchner und Selzacher Witi ein, erklärt uns auf einem Rundgang entlang der Aare Geologie, Wässerkorrektur und Entwicklung des Schutzgebietes mit den zahlreichen Aufwertungsmassnahmen wie Seitengewässer, Tümpel, Hecken, extensive Wiesenstreifen entlang von Landwirtschaftsflächen und Schutz des bestehenden Auenwaldes. Einzig der Fluglärm von ununterbrochenen Starts der Flieger ab dem Grenchner Flughafen schränken das Vergnügen etwas ein – Singen deshalb die Nachtigallen, Schilfrohrsänger und Meisen deshalb besonders laut?
In der Station freuen wir uns bei einem Picknick am Betrieb auf den zahlreichen Storchenhorsten mit zum Teil riesigen Nestern in den umliegenden Bäumen. Direkt vor uns die «Kamera Storchenfamilie» auf dem «Chalet» mit ihren drei Jungvögeln. Über 60 Paare sind dieses Jahr aktiv im Brutgeschäft in Altreu. Wünschen wir ihnen weiterhin gutes Wetter damit es eine erfolgreiche Saison wird und viele Jungstörche ausfliegen!
Auf dem Weg Richtung Selzach spazieren wir der Aare entlang zum Vogelturm. Am frühen Nachmittag ist wenig Betrieb umso intensiver lauschen wir der Gartengrasmücke an der Aare. Übers Feld hören wir zahlreiche Feldlerchen und erspähen sie dann auch ganz nah beim Auffliegen zu ihrem laut trillernden Reviergesang.
Mit Zug und Bus geht’s zurück nach Winznau.


